15.08.2017

von Deutscher Buchpreis B° RB

Deutscher Buchpreis 2017

Jury nominiert 20 Romane für die Longlist. 200 Titel waren in der Auswahl. Shortlist wird am 12. September veröffentlicht. "Buchpreisblogger" stellen Titel auf www.deutscher-buchpreis-blog.de vor

Die Jury. V.l.n.r.: Tobias Lehmkuhl, Maria Gazzetti, Katja Gasser, Lothar Schröder, Silke Behl, Mara Delius, Christian Dunker

Die nominierten Titel für den Deutschen Buchpreis 2017 stehen fest: Die Jury hat 20 Romane für die Longlist ausgewählt. Die sieben Jurymitglieder haben seit Ausschreibungsbeginn 200 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2016 und dem 12. September 2017 (Bekanntgabe der Shortlist) erschienen sind oder noch erscheinen.

Jurysprecherin Katja Gasser (Österreichischer Rundfunk): „Eine der wichtigsten Fähigkeiten von Literatur ist das Weiten unserer Welt. Das ist in Zeiten, in denen sich die Blickwinkel mehr und mehr zu verengen scheinen, besonders wichtig. Die Longlist 2017 ist Ausdruck des Versuchs, die Vielfalt der aktuellen deutschsprachigen Literaturlandschaft zu spiegeln. Auf ihr finden sich mit den Büchern unterschiedliche literarische Antworten auf das Leben, den Zustand der Welt, der Menschen: Politisches wie explizit Unpolitisches, traditionell Erzähltes wie Sprachzentriertes und Risikofreudiges, lyrisch Gewobenes wie realistisch Gestricktes. Allen Büchern gemeinsam ist, dass sie die Jury auf die eine oder andere Art gestochen und gebissen haben – angerührt im besten Wortsinne. Vielleicht wird der Blick auf die Welt mit den Büchern der Longlist 2017 wieder etwas größer, weiter.“

Die nominierten Romane (in alphabetischer Reihenfolge):

• Mirko Bonné: Lichter als der Tag (Schöffling & Co, Juli 2017)

• Gerhard Falkner: Romeo oder Julia (Berlin Verlag, September 2017)

• Franzobel: Das Floß der Medusa (Paul Zsolnay, Januar 2017)

• Monika Helfer: Schau mich an, wenn ich mit dir rede! (Jung und Jung, März 2017)

• Christoph Höhtker: Das Jahr der Frauen (Weissbooks, August 2017)

• Thomas Lehr: Schlafende Sonne (Carl Hanser, August 2017)

• Jonas Lüscher: Kraft (C.H. Beck, März 2017)

• Robert Menasse: Die Hauptstadt (Suhrkamp, September 2017)

• Birgit Müller-Wieland: Flugschnee (Otto Müller, Februar 2017)

• Jakob Nolte: Schreckliche Gewalten (Matthes & Seitz Berlin, März 2017)

• Marion Poschmann: Die Kieferninseln (Suhrkamp, September 2017)

• Kerstin Preiwuß: Nach Onkalo (Berlin Verlag, März 2017)

• Robert Prosser: Phantome (Ullstein fünf, September 2017)

• Sven Regener: Wiener Straße (Galiani Berlin, September 2017)

• Sasha Marianna Salzmann: Außer sich (Suhrkamp, September 2017)

• Ingo Schulze: Peter Holtz (S. Fischer, September 2017)

• Michael Wildenhain: Das Singen der Sirenen (Klett-Cotta, September 2017)

• Julia Wolf: Walter Nowak bleibt liegen (Frankfurter Verlagsanstalt, März 2017)

• Christine Wunnicke: Katie (Berenberg, März 2017)

• Feridun Zaimoglu: Evangelio (Kiepenheuer & Witsch, März 2017)

Der Jury für den Deutschen Buchpreis 2017 gehören neben Katja Gasser an: Silke Behl (Radio Bremen), Mara Delius (Die Welt), Christian Dunker (autorenbuchhandlung berlin), Maria Gazzetti (Casa di Goethe, Rom), Tobias Lehmkuhl (freier Kritiker, Berlin) und Lothar Schröder (Rheinische Post).

Im nächsten Schritt wählen die Juroren aus den Titeln der Longlist sechs Romane für die Shortlist aus, die am 12. September 2017 veröffentlicht wird. Erst am Abend der Preisverleihung erfahren die sechs Autorinnen und Autoren, an wen von ihnen der Deutsche Buchpreis geht. Der Preisträger oder die Preisträgerin erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro.

Der Deutsche Buchpreis wird von der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung vergeben. Förderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland.

Die Preisverleihung findet am 9. Oktober 2017 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt.

Die Longlist kennenlernen: Leseproben, Hörproben, Bloggerrezensionen

Anlässlich der Nominierung der Longlist-Titel erscheint das Buch „Die Longlist 2017 – Leseproben“. Es wird herausgegeben vom Fachmagazin Börsenblatt im Verlag der MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH, einer Wirtschaftstochter des Börsenvereins. Darin werden Leseproben und Hintergrundinformationen zu den nominierten Romanen veröffentlicht. Es ist ab kommender Woche im Buchhandel erhältlich. In welchen Buchhandlungen das Buch mit den Leseproben verfügbar ist, zeigt eine interaktive Karte auf der Website www.jetzteinbuch.de. 

Das deutschlandweite Onlineradio detektor.fm hat die Leseproben vertont. Ab heute sind Hörproben der 20 Longlist-Titel unter https://detektor.fm/deutscher-buchpreis abrufbar. Sie sind zudem über die detektor.fm-App, die Smart-TV-App und über das Soundcloud-Profil von detektor.fm verfügbar. Ab dem 15. August präsentiert der Radiosender täglich von Montag bis Freitag jeweils einen Longlist-Titel um 10.15 Uhr in der Sendung „detektor.fm – am Vormittag“ und um 17.40 Uhr in der Sendung „detektor.fm – der Tag“. Die Hörproben zum Deutschen Buchpreis gibt es auch als Podcast. Auf den Plattformen Apple Podcast, Spotify und Deezer sind alle Inhalte direkt zu hören.

Heute starten auch „Die Buchpreisblogger“: Sechs Literaturblogger stellen in den kommenden Wochen auf www.deutscher-buchpreis-blog.de die nominierten Titel vor. Die Bloggerinnen und Blogger lesen die 20 Bücher der Longlist, setzen sich mit ihnen auseinander, bieten Hintergrundinformationen und kritische Debattenbeiträge.

Der Hashtag zum Deutschen Buchpreis 2017: #dbp17

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